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Starke Schmerzmittel: Keine Sucht auf Rezept!
Die Behandlung mit mittelstarken und starken Schmerzmitteln steht manchmal in der Kritik, weil die Angst vor Sucht besteht. Die Fakten sprechen dagegen.
Opioide, also Medikamente, die heutzutage gegen mittelstarke und starke Schmerzen eingesetzt werden, haben eine lange Geschichte. Denn schon vor Jahrtausenden wurden natürliche Opioide aus dem Schlafmohn als Heilmittel und Rauschdroge benutzt. Erst seit der Entdeckung des Morphins durch F. W. Sertürner (Bild rechts) 1803/1804, stehen dem Arzt definierte Substanzen zur Verfügung, die sich zur Behandlung von Schmerzen eignen.
Der segensreichen Eigenschaft der Opioide als "Schmerzkiller" steht allerdings deren Ruf als süchtig machende Medikamente gegenüber. Was ist daran wahr?
Schmerzen lindern ohne Sucht
Für die Frage der Entstehung einer
Sucht ist ganz wesentlich, ob ein Mensch an Schmerzen leidet oder nicht. Wie
man heute weiß, werden Schmerzen durch Opioide effektiv gelindert ohne
regelhaft selbst bei dauernder Einnahme eine Sucht hervorzurufen. Besonders
bei krebskranken Patienten kommt es darauf an, Schmerzen wirksam zu lindern
und die Betroffenen nicht leiden zu lassen. Auch bei anderen Schmerzformen
zielt die Behandlung darauf ab, Schmerzen zu bekämpfen, nicht zuletzt
damit in der Folge keine anhaltende Schmerzkrankheit entsteht.
Verzögerte Wirkstofffreisetzung
Eine Suchtgefahr besteht bei der Einnahme von Opioiden zur Schmerzlinderung in der Regel nicht, wenn sie unter ärztlicher Aufsicht und Kontrolle eingenommen werden, vor allem nicht bei so genannten retardierten Präparaten, die über den Mund verabreicht werden. Der Wirkstoff wird hier verzögert freigesetzt, seine Konzentration im Blut nimmt nur langsam zu. Ängste vor psychischer Abhängigkeit sind daher normalerweise unbegründet, wenn die Präparate regelmäßig und nach den ärztlichen Empfehlungen eingenommen werden.
Gleiche Schmerzen – gleiche Wirksamkeit
Ebenso unbegründet ist die Angst, dass die Wirkung der Opioide schnell nachlässt. Erfahrungen mit Dauerschmerzerkrankungen zeigen, dass die Opioide bei unveränderter Grunderkrankung jahrelang wirken, ohne dass der Arzt die Dosis erhöhen muss. Verstärkt sich der Schmerz, etwa wenn die den Schmerzen zugrunde liegende Erkrankung fortschreitet, können stärker wirkende Substanzen oder andere Techniken der Verabreichung zum Einsatz kommen.
Schmerzen sollten stets frühzeitig behandelt werden, da sie sich dann schneller und einfacher beseitigen lassen. Und sind Opioide von Anfang an angezeigt, bedeutet dies nicht, dass Schlimmes zu befürchten ist.
Mehr zur Behandlung von Schmerzen finden Sie in unserem umfassenden Informationsdienst www.schmerz-tipps.de.