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Wie alles anfing — Opium

Wie alles anfing ...

Opioide haben eine lange Geschichte. Am Anfang stand der Schlafmohn (Papaver somniferum). Schon vor Jahrtausenden wurden natürliche Opioide aus dem Schlafmohn als Heilmittel und Rauschdroge benutzt.


Links: [Foto: Rot blühende Mohnblumen Rechts: [Foto: Schlafmohnkapsel mit getrocknetem braunen Roh-Opium]

Naturstoff Roh-Opium

Am Ende der Blütenphase werden die unreifen Kapseln des Schlafmohns mit einem Messer geritzt. Der weiße Milchsaft tritt aus und wird an der Luft fest. Am nächsten Tag kann er als braunes Roh-Opium abgekratzt werden.



Foto: Antike Steinplatte mit eingeritzten Runen und Zeichnungen

Sumerer und Ägypter

Bereits 4.000 v. Chr. sollen sich Sumerer und Ägypter die heilsame und berauschende Wirkung des Schlafmohns zunutze gemacht haben.



Foto: Mohnsamen

Opiumanbau in China

Mit seiner Kultivierung in China hielt der Schlafmohn Einzug in die traditionelle chinesische Medizin. Hier wurden vor allem die öligen Mohnsamen als Schmerzmittel eingesetzt.



Foto: Schriftrolle mit chinesischen Schriftzeichen

Opium: ein Segen!

Bekannt war Schlafmohn vor allem als Mittel gegen starke Schmerzen; daneben auch wegen seiner hervorragenden Wirkungen bei Husten und schweren Durchfällen.



Zeichnung: Salon mit Diwanen, auf denen opiumrauchende Menschen sitzen und liegen

Opium: ein Fluch!

Um 1500 kam in Persien und in der Türkei das Opiumessen auf, gegen Mitte des 17. Jahrhunderts in China das Opiumrauchen. Große Suchtprobleme waren die Folge, Einfuhrverbote und sogar Kriege. Die legale Mohnkultur wurde fortan eingeschränkt und der illegale Anbau verboten.